Flüssiggas allgemein,
die Verwendung als Kraftstoff und
Umweltaspekte
Im Herbst
2005 habe ich mein Auto auf Autogas
umrüsten lassen. Da es nicht so einfach ist, gute Informationen über Autogas zu
finden, habe ich hier in einem Artikel die wichtigsten Aspekte zusammen gefasst.
Wenn jemand ernsthaft daran denkt auf Autogas umzurüsten, kann
er gerne meine Exceltabelle dafür nutzen. Ich habe sie für meine
Kostenkalkulation erstellt und überwache damit auch die laufenden Kosten und die
Amortisation der Anlage.
Mit Flüssiggas im Unternehmen und privat Geld sparen
Flüssiggas, auch unter dem Kürzel LPG (LPG Liquefied
Petroleum Gas) bekannt, gibt es schon sehr lange. In Deutschland
kennen dieses umweltschonende Antriebsmittel für Fahrzeuge nur sehr wenige. Als
Alternative zum Benzin wird von den Autofahrern meist neben Biodiesel nur noch
Erdgas genannt.
Dieser Artikel soll einen Überblick geben, was Flüssiggas
überhaupt ist und ob bzw. wann sich der Einsatz als Alternativbrennstoff für
Kraftfahrzeuge lohnt.
Flüssiggas allgemein:
Flüssiggas oder auch im Folgenden als Autogas
bezeichnet, gewinnt man bei der Verarbeitung bzw. der Förderung von Erdöl oder
Erdgas. Es ist leicht flüchtig ist und lässt sich daher von den anderen
Bestandteilen leicht trennen. Es ist kein einheitliches Gas, sondern es kann
sich aus verschiedenen Gasen zusammen setzen. Diese Gase heißen Propan, Butan,
Propen und Buten. In Deutschland besteht Autogas zu etwa
95 % aus Propan und der Rest aus den
anderen Gasen. In anderen Ländern, aber auch in Deutschland, kann die
Zusammensetzung abweichen. Der Butananteil kann hier bis zu
70 % betragen. Die Jahreszeit spielt
auch eine große Rolle, da die Gase sich bezüglich der Temperatur sehr
verschieden verhalten.
Autogas geht schon bei einem relativen geringen Druck von ca.
5-10 bar in den flüssigen Zustand über,
daher kommt auch der Name Flüssiggas. Im flüssigen Zustand nimmt das Gas nur
1/260 zigstel des Raums ein, welches es
im gasförmigen Zustand benötigen würde. Deshalb eignet es sich in diesem Zustand
hervorragend zur Aufbewahrung, denn große Mengen an Energie können auf kleinsten
Raum gespeichert werden.
Die Verwendung von Autogas als Kraftstoff
Autogas wird schon lange als Kraftstoff bei Fahrzeugen
eingesetzt. Nur ist das in Deutschland wenig bekannt. Hier wird in Funk und
Fernsehen eher vom Erdgas oder Biodiesel als Alternative berichtet. Im Ausland
sieht das schon etwas anders aus. Typische Autogasländer in denen schon lange
dieses Antriebsmittel benutzt wird sind Italien und die Niederlande. Besonders
in Italien gibt es schon seit den
70 ziger Jahren Autogasfahrzeuge.
Deshalb kommt auch die Technik für die Umrüstung meist aus Italien. Aufgrund
staatlicher Förderprogramme konnte sich das Autogas auch in anderen Ländern gut
entwickeln, beispielsweise in Frankreich, Polen und in der Türkei.
Autogas eignet sich sehr gut als Kraftstoff, da es wie schon
erwähnt unter relativ geringem Druck flüssig wird. So ist es möglich, das
Autogas ohne großen Aufwand in entsprechenden Tanks aufzubewahren. Diese müssen
durch den niedrigen Druck nicht besonders dick sein und sind daher für den
Einsatz in Autos bestens geeignet.
Autogas weist eine hohe Klopffestigkeit auf. Das ist die
Eigenschaft von Kraftstoffen sich nicht selbst zu entzünden und Energie
freizusetzen, wenn sie noch gar nicht gebraucht wird. Dies soll erst dann
passieren, wenn der Zündfunke auf den Kraftstoff trifft. Die Oktanzahl ist eine
Einheit, welche die Klopffestigkeit ausgedrückt. Bei Autogas beträgt sie
normalerweise
105 bis
110 Oktan (im Vergleich Super bleifrei
95 Oktan). Durch die hohe Oktanzahl
laufen Motoren mit Autogas ruhiger als mit Benzin oder Dieselantrieb.
Umweltaspekte:
Bei der Verbrennung von Autogas werden weniger
Schadstoffe freigesetzt als bei Benzin oder Diesel. Die Schadstoffemission ist
bei Stickoxiden ca.
80 % geringer als bei Benzin,
15 % weniger Kohlendioxid und es werden
ca.
50% weniger unverbrannte Kohlenwasserstoffe an die Umwelt
abgegeben. 
Aus diesen Gründen wirkt sich die Verwendung von Autogas
günstig hinsichtlich des Treibhauseffektes aus. Wegen der hohen Oktanzahl läuft
der Motor runder und die Lärmemission ist beispielsweise bedeutend niedriger
(ca.
50 %) als bei Dieselmotoren. Ruß und
andere Feinstaubpartikel werden bei der Verbrennung von Autogas nicht
freigesetzt.
Die Gase welche zur Autogasherstellung verwendet werden,
kommen auch bei der ganz normalen Erdölförderung vor. Oftmals werden diese an
Ort und Stelle verbrannt (abgefackelt). Die Verwendung als Autogas ist ein
wichtiger Schritt zur Verbesserung der Energiebilanz, indem die Gase nicht durch
das Abfackeln sinnlos verbrannt werden.
Flüssiggasautos ist es erlaubt aufgrund der geringen Emission
auch bei Smogalarm zu fahren. Außerdem dürfen sie, wenn der Betreiber es
gestattet, in Tiefgaragen parken. Der Betrieb in geschlossenen Räumen ist
ebenfalls erlaubt.
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