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Gero Kurtz
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Meine persönlichen Erfahrungen mit Autogas Teil 2

Meine persönliche Erfahrungen in chronologischer Reihenfolge Teil 2

Juli 2010: Es sollte nur eine kurze Fahrt zum Arzt werden, jedoch leuchtete nach einem Kilometer Fahrt die Kühlerflüssigkeitsstandsanzeige auf. Ich sofort auf einen Parkplatz gefahren und die Motorhaube geöffnet. Meine Kühlerflüssigkeit hatte sich buchstäblich in Nichts aufgelöst. Nicht ein Tropfen mehr drin. Einige Minuten habe ich gewartet, die Heizung auf volle Leistung gefahren (bei hochsommerlichen Temperaturen)  und bin dann wieder nach Hause gefahren. Bei einem Anruf in der Werkstatt sagte man mir, ich solle das Auto keinesfalls mehr bewegen. Über den ADAC habe ich es dann in die Werkstatt schleppen lassen. Diagnose - der Verdampfer von Tatarini war kaputt gegangen (dh. ohne Gasanlage wäre das nicht passiert). Ein neues Teil musste eingebaut werden. Das hat inklusive Einbau satte 393 € gekostet. Damit steht mein Urteil zur Umrüstung auf  LPG-Gasanlagen eigentlich fest. Der Einbau lohnt sich nur, wenn man jedes Jahr viele Kilometer fährt, der Benzinpreis hoch ist, der Gaspreis niedrig und die Kosten für den Umbau gering sind bzw. die Anlage schon von Werk aus eingebaut ist. Zusätzliche Kosten entstehen für die Wartung, für den eventuellen Einsatz von Flash-Lube und natürlich wenn die Gasanlage repariert werden muss. März 2011: Im Prinzip gab es seit Juli 2010 keine großen Probleme mit dem Fahren auf Autogas. Alles wie gehabt. Der Mehrverbrauch liegt bei ca. 30% ist aber in der letzten Zeit angestiegen. Warum, das weiß ich nicht. Die Motorkontrollleuchte leuchtet regelmäßig auf, meist wenn das Autogas zu 3/4 alle ist und ich dann Gas gebe. Jetzt im März ist wieder der Gasfilterwechsel im Rahmen der Jahresdurchsicht angesagt. Muss ich aber jedes Mal rechtzeitig in der Werkstatt sagen, denn der Filter muss vorher bestellt werden. Zusätzliche Kosten sind diesen Monat entstanden weil ich in einer engen Gastankstelle den Bordstein mit dem linken vorderen Rad gestreift habe und ein Stück Gummi an der Seite heraus gebrochen ist. Nun muss ich den Reifen ersetzen lassen. War mit dem Auto in der Werkstatt zur Jahresdurchsicht. Der Gasfilter konnte nicht gewechselt werden, denn man hatte den falschen geliefert bekommen. Kühlwasserstand war extrem niedrig. Ursache unbekannt. Muss nach zwei Wochen noch einmal zur Kontrolle und dann wird auch der Gasfilter gewechselt.  Hoffentlich liegt der niedrige Kühlwasserstand nicht wieder an der Gasanlage. April 2011: Der Gasfilter wurde jetzt gewechselt. sonst gab es keine Probleme. Die Motorleuchte leuchten natürlich wie immer im Gasbetrieb nach einer gewissen Zeit auf und wird von der Werkstatt dann meist stillschweigend gelöscht. Der Filterwechsel hat insgesamt 39,01 € gekostet (13,45 € die Arbeitsleistung und 19,33 der Filter plus Mehrwertsteuer). Mai 2011: Heute mal etwas Lustiges. Ich tanke nun schon viele Jahre lang bei einer bestimmten Shell-Tankstelle. Beim letzten Mal ist mir dort an der Zapfsäule ein Schild aufgefallen, was mich beim Lesen sehr erfreut hat. Wahrscheinlich wurde es per Google vom Italienischen ins Deutsche übersetzt. Nach dem Schild muss man erst einen explosionsgefährdeten Bereich schaffen, bevor man dort die Zapfsäule benutzen darf. Aber sehen Sie selber (zum Vergrößern bitte auf das Thumbnail klicken):   Lustiges Warnschild an einer Autogastankstelle direkt an der Zapfsäule. Ende Mai 2011: Nach dem Auffahren auf die Autobahn hat die Autogasanlage kein Gas mehr angenommen, also nicht beschleunigt beim Betätigen des Gaspedals. Dann leuchteten auf einem Mal alle Lampen der Gas Kraftstoffanzeige auf und es ertönte ein Warnton. Alles recht dramatisch, wie im Flugzeug. Erst die Warnsignale, dann der Aufschlag oder die Explosion. Glücklicherweise blieb mir beides erspart und ich kann diesen Bericht hier schreiben. Schnell habe ich die Gasanlage ausgeschaltet und bin nicht explodiert. Allerdings musste ich erstmal tanken fahren, da ich nicht genügend Benzin an Bord hatte. Eine Schande bei den hohen Benzinpreisen derzeit. Nun gut, mit dem Benzin habe ich ohne weitere Probleme meinen Zielort erreicht und bin auch wieder zurück gekommen. Nun bin ich wieder in Berlin und überlege mir die weitere Vorgehensweise. In meine Mitsubishi Werkstatt möchte ich nicht fahren, denn die Mitarbeiter haben mit Gasanlagen fast keine Erfahrung. Also werde ich zu einem Spezialisten fahren und dort meine Gasanlage mal gründlich untersuchen und einstellen lassen. Das hätte ich schon viel früher tun sollen. Ich greife jetzt zum Telefon... Juli 2011: Bis jetzt habe ich keine Gaswerkstatt gefunden, welche mir wirklich gut gefällt. Habe es deshalb nochmals bei meiner Mitsubishi Autowerkstatt versucht. Dort wollte man mich zuerst abwimmeln, für Gas wäre man nicht zuständig und erst nach meinem Hinweis, dass sie die Anlage ja auch eingebaut hätten bekam ich einen vorläufigen Termin. Man wollte sich erkundigen und mich dann zurück rufen. Auf den Rückruf warte ich noch heute (September). Das hat mich nochmals darin bestärkt mir eine richtige Gasfachwerkstatt zu suchen. Und für den Rest gehe ich zu einer freien Werkstatt. Ansonsten tanke ich derzeit den neuen Kraftstoff E10. Laut Mitsubishi ist das problemlos möglich. Bis jetzt habe ich eigentlich auch keinen Unterschied bemerkt. Ende August 2011: Endlich habe ich durch eine Zeitungsanzeige eine Autogaswerkstatt in meiner Nähe gefunden. Habe sie per Kontaktformular kontaktiert und die haben sofort zurück gerufen. In der zweiten Augustwoche soll ich den Wagen vorbei bringen, dann schauen sie sich erstmal alles an und dann wollen sie gemeinsam mit mir entscheiden wie es weiter gehen soll. . Am Telefon sagte mir noch der Mitarbeiter, dass Tartarini die schlechteste Wahl war ( hatte ja leider keine) und dass es derzeit kaum dafür Ersatzteile gibt und man schon auf gebrauchte Teile zurückgreifen muss. Nun bin ich ja sehr gespannt was die mir dort erzählen werden. Unsummen möchte ich natürlich auch nicht dafür ausgeben, da das Auto nun ja auch schon über 5 Jahre alt ist. Mitte September 2011: Nun bin ich beim Umrüster gewesen und mir wurde heute per Telefon das Ergebnis mitgeteilt. Man sagte mir, dass das Steuergerät in der Nähe des einen Vorderrades verbaut wurde und so verkeimt wäre, dass die Werkstatt keine Chance hatte das Gerät auszulesen und dadurch auch keine Rückschlüsse auf die genaue Fehlerursache ziehen konnten. Zudem bemerkten Sie dass die Einspritzventile stark angegriffen sind. Im Gasbetrieb ist die Leistung stark eingeschränkt. Weiterhin erzählte mit der Meister, dass es auf dem Markt fast keine Ersatzteile für Tatarini Gasanlagen mehr gäbe. Fast ausschließlich nur noch gebrauchte vom Schrott. Er schlug mir vor die Gasanlage auf ein anderes Fabrikat umzurüsten. Ein Teil des alten Systems könnte erhalten bleiben. Kostenpunkt 1.300 Euro. Ich habe ihm erstmal gesagt, dass ich mir das durchrechnen muss. Habe das Auto da gelassen, weil es etliche Beulen hat und die Werkstatt auch Smart- Repair anbietet. Nun bin ich beim Überlegen. Bei meinen Recherchen bin ich darauf gestoßen, dass Tartarini 2009 in Liquidation gegangen ist und dafür die Tartarini Autogas GmbH gegründet wurde.  Sie ist zu finden unter der Webadresse http://www.tartarini-autogas.com/ Auf der Seite an sich ist nicht viel los. Angeblich schwört Mercedes auf Tartarini. Ersatzteile soll es mit dem Tartarini Lieferservice innerhalb von 24 Stunden geben. Na ich werde die Damen und Herren mal kontaktieren, glaube jedoch nicht, dass ich eine Antwort erhalten werde. Angeblich hat Tartarini ja ein neues Steuergerät auf den Markt gebracht, siehe http://www.autogas- boerse.de/aktuelles/tartarini-autogas-gmbh-stellt-neues-steuergeraet-evo-01-vor.html So nun habe ich das Auto vom Umrüster wieder abgeholt. Eigentlich sollten sie noch zwei Beulen aus der Tür entfernen, jedoch sagte man mir dazu bräuchte man drei Tage und die Kosten wären unverhältnismäßig hoch. Die soll ich lieber in die Gasanlage investieren. Dieser Rat ist ja ok. Andere Werkstätten legen gleich los und präsentieren dann eine hohe Rechnung. Der Chef hat noch einmal sein Angebot erneuert eine neue Anlage  für 1.300 € einzubauen. Alleine 300 Euro kostet nach seinen Angaben die Verwaltungskosten, wie die erneute Abnahme vom TÜV, den Eintrag in die Autopapiere etc. Er sagte zu mir noch er wäre vereidigter Sachverständiger und deshalb muss auch alles Hand und Fuß haben was er verbaut, damit es später dann keine Klagen gibt. Dass die Injektoren nicht in Ordnung sind hat er am Klang gehört. Da wären Aussetzer zu hören gewesen. Das könnte stimmen, denn ich habe im Internet einen Erfahrungsbericht gelesen, nach dem ein Nutzer die Injektoren nach jeweils 50.000 und dann in immer kürzeren Abständen austauschen lassen musste. Der war entsprechend sauer. Ich habe am gleichen Tag noch Tartarini angerufen.  Dort hat man mir versichert, dass es noch Ersatzteile gibt. Man hat mir eine Mitsubishi Werkstatt in der Nähe genannt, welche Vertragspartner von Tartarini sein soll. Die habe ich angeschrieben und ich soll das Auto vorbei bringen. Das werde ich am Montag mal machen und sehen, was die sagen. Ach übrigens haben die Mitarbeiter von Tartarini mir noch gesagt, dass der von der Autogaswerkstatt sich beim Auslesen des Steuerteils einfach nur nicht angestrengt hat. Das hat ihn aber auch nicht daran gehindert, dafür 31 Euro Kosten für die Analyse in Rechnung zu stellen. Ich bin am Montag gleich in die andere Mitsubishi Werkstatt gefahren. Dort gab es aber auch ein böses Erwachen. Man sagte mir, dass man Gasanlagen von Tartarini schon lange nicht mehr verbaut und der Kollege für die Art von Gasanlagen nicht mehr in der Firma arbeitet. Jedoch hat man mir eine Visitenkarte gegeben zu einem Umrüster, der sich mit diesen Anlagen auskennt. Der Weg bis zu diesem Umrüster war nicht lang. Befand sich innerhalb eines Gewerbegebietes, war jedoch schwer zu finden. Die Werkstatt war recht klein und ein wenig unaufgeräumt, jedoch wurde ich nett begrüßt. Der Chef hat sich meine Probleme angehört und einen ersten Blick in den Motorraum geworfen. Als erstes hat er über eine Plasteverkleidung mit der Hand gestrichen, mir den Abstrich unter diese Nase gehalten und mir erklärt, dass ein Marder sich es in meinem Auto gut gehen lässt. Er meine ist jetzt noch nicht gefährlich, nur wenn ein zweiter Marder vorbei käme. Das Auto habe ich da gelassen zur Diagnose. Wenigstens habe ich dort einen ordentlichen Abgabeschein für mein Auto bekommen. Bei dem anderen Umrüster gab es so etwas nicht. Angeblich würden seine Kunden nach so etwas nie fragen. Hatte dann eine Bestätigung auf einer Visitenkarte von ihm erhalten. Am nächsten Tag wartete ich auf den Anruf zur Diagnose. Am Nachmittag rief mich der Chef an, das Auto wäre fertig. Eigentlich wollte ich vorher wissen wie viel es kostet. Nun ja, die Kosten betrugen 320 €. (Der andere Umrüster hatte von 800 € Reparaturkosten gesprochen!). Der Chef hat mir am Nachmittag gesagt, das das Auslesen des Steuergerätes überhaupt gar kein Problem war (also hat der andere anscheinend gelogen). Eingebaut hat er ein neues (regeneriertes) Einspritzrail von Valtek für 80 € netto, weil das alte nicht richtig schloss. Er hat mir erklärt, dass er es genau andersrum eingebaut hat, als das alte. Wenn ich es richtig verstanden habe, hängt das mit dem Epoxidharz zusammen. Das fließt sonst raus und dann gehen die Injektoren kaputt. Dann hat der Druckgeber falsche Werte geliefert. Hier wurde ein neuer Drucksensor für 80 € netto verbaut. Ansonsten lief der Motor zu mager und er hat das Steuerteil neu eingestellt. Schläuche hatte er noch gewechselt aber nicht in Rechnung gestellt. Meinte er hätte noch mehr wechseln können/müssen wollte es mir aber geldlich nicht antun. Sagte mir noch, dass man nicht immer gleich alles neu einbauen muss, den kaputten Verdampfer hätte man auch ausbauen, zerlegen und nur den kaputten Teil des Verdampfers ersetzen können. Ansonsten erzählte er mir noch, dass der Mechaniker von morgens bis um zwei Nachmittags nur an meinem Auto gearbeitet hat, aber nun läuft alles wieder wie geschmiert und falls noch irgendetwas nicht rund läuft, soll ich noch einmal zu ihm kommen. Nun bin ich noch nicht viel gefahren. Morgen fahre ich aber 285 km Autobahn hin und am Sonntag zurück. Mal sehen wie er dann so fährt. Augenblicklich ist es ein Segen. Das Umschalten auf Gas ist so gut wie nicht zu merken und auch ein Stau ist kein Problem. Die Motorkontrollleuchte hat sich auch noch nicht gemeldet. Eventuell funktioniert die Gasanlage nach 5 Jahren jetzt zum ersten Mal so wie sie funktionieren sollte. Das wäre ja super toll. Nun bin ich ja noch gespannt auf den Gasverbrauch und das Verhalten bei tiefen Temperaturen. Nun bin ich von der Autobahnfahrt zurück. Alles lief problemlos. Es gab kein Ruckeln im Stau oder im sonstigen Betrieb. Die Umschaltung auf Gas erfolgte erfolgte sanft. Nur auf der Rückfahrt habe ich einen Schreck bekommen. Kurz vor meiner Autogastankstelle in Rostock leuchteten plötzlich alle Lichter meiner Gasanzeige und ein Warnton war zu hören. Nun gab es nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Gasanlage ist wieder kaputt oder das Gastank ist leer und das ist das normale Signal für "Gas alle!". Nach dem Tanken war alles wieder in Ordnung. Der Gastank war völlig leer und das ist wohl normal beim Umschalten auf Benzin. Bisher hatte ich ja diese Erlebnis noch nicht. Fünf Jahre lang fuhr ich immer so lange bis das Auto mangels Gasdruck immer langsamer wurde. Irgendwann fing er dann zu ruckeln, dass man fast aus dem Fahrzeug geschleudert wurde. Spätestens hier hätte er ja auf Benzin umschalten müssen, was die Anlage aber nie getan hat. Hier musste ich immer selbst aufs Knöpfchen drücken, was bei dem Geruckel gar nicht so einfach war den kleinen Knopf zu finden. Zumal man ja bei der Suche auch ab und zu auf die Straße schauen musste, um keinen Unfall zu bauen. Januar 2012: Nun liegt die Reparatur der Gasanlage schon ein halbes Jahr zurück und ich kann glücklich vermelden, dass sich die Motorkontrollleuchte niemals mehr gemeldet hat. Nach sechs Jahren endlich Ruhe mit der Gasanlage (leider leuchtet jetzt die SRS Lampe). Der Verbrauch liegt in etwa so wie vorher und das Auto schaltet ordnungsgemäß auf Benzinbetrieb um, wenn das Autogas alle ist. Scheinbar haben auch viele andere Autofahrer schlechte Erfahrungen mit Autogas gemacht. Die Gastankstellen sind viel leerer geworden und meist bin ich der Einzige der dort tankt. Ich müsste jetzt noch Kosten in Höhe von ca. 1.800 € über die Gasanlage reinfahren. Das wird schwierig, da mein Auto im März 2012 sieben Jahre alt wird und nicht mehr viel Zeit verbleibt. Schon jetzt gibt es vermehrt Probleme und Reparaturen. Nun leuchtet zum wiederholten Male die SRS Lampe. Gerade hat mir Amazon ein OBDII Modul vorbei gebracht, mit dem ich den Fehlercode am Auto auslesen kann. Das Modul ELM 327 läuft über Bluetooth. Ich werde es jetzt ausprobieren und bei Erfolg an anderer Stelle darüber berichten. Februar 2012: Das Problem mit der SRS - Lampe wurde in der Werkstatt gelöst. Die Kabel waren korrodiert. Das konnte man auch nicht mit Sprays etc. lösen. Man hat sie extra aufgehoben und mir gezeigt. Nun musste ein Techniker alles Innen aufbauen und eine völlig neue Verkabelung vornehmen und 50 Kabel neu anlöten, was eine ganze Menge Geld gekostet hat. Einmal danach ist die SRS-Lampe noch mal angegangen und ich musste zurück in die Werkstatt. Zum Glück war es nur ein loser Kabel, der wohl bei der Lötaktion gelöst hatte. Das ELM 327-Modul hat mir übrigens nicht viel beim SRS - Problem geholfen, denn diese mitsubishispezifischen Fehlerwerte kann es nicht auslesen. Nun brennt die Motorlampe mal wieder. Endlich ein Einsatzgebiet für mein Diagnosegerät. Dummerweise ist nun die Lizenz für das Handyprogramm abgelaufen... So, nun habe ich mir eine Lizenz für das Diagnoseprogramm OBDScope www.obdscope.com gekauft. Die Aktivierung war etwas kompliziert jedoch funktioniert es zusammen mit dem Diagnosemodul ELM 327 über Bluetooth einwandfrei. Einfach einstecken, das Handy zücken und man weiß was dem Auto fehlt. Einfacher geht es nicht. Also hier war es nur ein Fehler im Kraftstoffgemisch. Habe ihn gelöscht.          März 2012: Neues Bermuda-Dreieck in Berlin-Marzahn/Hellersdorf? Das hat jetzt eigentlich nichts mit der Gasanlage zu tun. Da es jedoch sehr mysteriös ist will ich es mal schriftlich niederlegen. Ich war zu einer kurzen Fahrt innerhalb Berlins unterwegs. Plötzlich bemerkte ich die rote Lampe am Armaturenbrett für das Anschnallen die leuchtete. Zudem piepste es. Ich machte mir zunächst darüber keine Gedanken, zumal ich mich auf den Verkehr konzentrieren musste und ich vermutete, dass der Kontakt für die Verriegelung des Sicherheitsgurts sich nicht geschlossen hatte. Schwere Dinge hatte ich nicht auf den Sitzen. Also ich fuhr weiter und plötzlich fing die Anzeige für den Sicherheitsgurt an zu blinken. Dazu die entsprechenden Piepstöne. Nach einiger Zeit schaue ich wieder aufs Armaturenbrett und da steht der Kraftstoffmesser auf Null. Sofort schalte ich auf Gasbetrieb um, falls das Benzin aus irgendwelchen Gründen ausgelaufen ist. Jedoch leuchtete auch nicht die Tankanzeige. Nach einiger Zeit schaue ich wieder auf das Armaturenbrett und nun ist der Drehzahlmesser tot. Und nach einiger Zeit schaue ich erneut auf das Armaturenbrett und nun ist auch die Geschwindigkeitsanzeige samt aller Lampen tot. Inklusiver der Lampen für die Blinker. An der Ampel muss ich halten und der Motor stirbt ab. Ob wegen des kurzfristigen Umschaltens auf den Gasmodus oder aus anderen Gründen, dass weiß ich nicht. Nach einem Neustart sprang der Motor wieder an und die Anzeigen blieben jedoch tot bis zu meinem Ziel, was glücklicherweise nicht weit weg war. Am Ziel angekommen schaltetet ich den Motor ab öffnete und schloss den Sicherheitsgurt und startete neu. Nun ging alles wieder. Ein Auslesen der Fehler brachte kein Ergebnis. Was war es nun? Gibt es hier eventuell ein Bermuda Dreieck? Oder gefährliche Strahlung von einem abgestürzten Ufo? Ich werde die Sache auf jeden Fall weiter beobachten. Die jährliche Wartung des Autos und die Abnahme durch den TÜV machte keine Schwierigkeiten. Auch der merkwürdige Fehler mit Totalausfall hat sich nicht wiederholt. Juni 2012: Seit langer Zeit brennt mal wieder die Motorkontrollleuchte. Nun jetzt mit dem Diagnosegerät kein Problem mehr. Fehler mit OBDScope über mein Handy ausgelesen. Fehler: Kraftstoffgemisch Fehlfunktion (Bank 1). Also kein Grund zur Beunruhigung. Fehler gelöscht und weiter gehts. Juli 2012: Nach einigen Regentagen ist meine Gasanlage auf einmal völlig ausgefallen. Nach einem Tag Standzeit bei trockenen Wetter funktioniert sie nun wieder. Jedoch ist es etwas beunruhigend, da scheinbar die Feuchtigkeit einen Weg in die Elektrik/Elektronik findet. Eine schwere Explosion mit Autogas (LPG) gibt mir zu denken. Am 23. Juli 2012 ging der Wagen einer Audifahrerin nach dem Betankungsvorgang in Flammen auf. Bedauerlicherweise saß die Fahrerin zu diesem Zeitpunkt bereits wieder hinter dem Steuer und hat vermutlich den Motor angelassen. Dabei muss es zu einer Explosion gekommen sein. Die Frau erlitt schwere Brandverletzungen und musste ins Krankenhaus. Die Ursache ist derzeit noch nicht geklärt. Eventuell wurde die Autogasanlage nicht fachgerecht installiert. Möglicherweise liegt die Ursache auch im Betankungsvorgang, denn da bei dem Tankvorgang etwas Gas aus der Zapfpistole austrat, hat die Fahrerin die Zapfpistole angehoben. Die dabei entstehende massive Hebelwirkung könne zu einem Schaden am Stutzen geführt haben, welcher undicht wurde und dadurch Gas in den Innenraum des Fahrzeugs gelangte. Die Explosion breitete sich nach Angaben der Presse von der Heckscheibe aus. Presseartikel 1 und Presseartikel 2 mit näheren Informationen zu diesem Vorfall. Ich denke man sollte folgendes beim Autogastanken beachten: 1. Regelmäßig darauf achten, dass die Autogasanlage in einer entsprechenden Fachwerkstatt überprüft wird und defekte und verschlissene Teile ausgetauscht werden. Normale Werkstätten sind damit in der Regel überfordert. 2. Beim Tankvorgang niemals die Zapfpistole anheben, da dadurch eine enorme Hebelwirkung auf den Einfüllstutzen wirkt. 3. Beim Tanken immer den Kofferraum geschlossen halten, damit eventuelle bei der Betankung austretende Gasmengen sich hier nicht festsetzen können. 4. Bei Unregelmäßigkeiten sofort den Tankungsprozess abbrechen. 5. Nach der Betankung die Türen des Autos öffnen und das Auto auslüften lassen. (Erforderlich, falls man eventuell beim Betanken die Heckklappe geöffnet hat). 6. Vor dem Starten des Motors unbedingt eine Geruchsprobe von der Innenluft nehmen. Riecht diese stark faulig, dann auf keinen Fall den Motor starten - Explosionsgefahr!  
Autogas lustige Aufschrift für Sicherheitshinweise
     
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Selbstbedienunsgtankstelle für Autogas