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Gero Kurtz
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Meine persönlichen Erfahrungen mit Autogas Teil 3

Meine persönliche Erfahrungen in chronologischer Reihenfolge Teil 3

Januar 2013: Erstmal alles in Ordnung. Im Winter habe ich die Autogasanlage eher seltener benutzt. Habe sie Ende Januar bei einer längeren Autobahnfahrt eingeschaltet. Die Temperaturen lagen so bei -8°C. Allerdings habe ich sie erst nach einer halben Stunde Fahrt und zusätzlicher Unterstützung der Standheizung zugeschaltet. Es gab einen Ruck und dann ein Totalausfall. Ich nehme an ein Kurzschluss, da sich auf dem Autogasdisplay seitdem kein Lämpchen mehr regt. Fahren mit Benzin ist kein Problem. Aus Frust beschloss ich, diesmal bis zur turnusmäßigen Durchsicht im März mit der Reparatur zu warten. März 2013: Meine normale Autowerkstatt hat die Stromversorgung wieder hergestellt. Jedoch schaltet die Anlage auch nach längerer Fahrzeit nicht auf Gasbetrieb um. Die Werkstatt war der Auffassung, die Anlage muss neu programmiert werden und ich soll mich doch an die Gaswerkstatt wenden, wo ich schon einmal war. Juni 2013: Da ich nun etwas Zeit hatte, habe ich ich das Auto in die Gaswerkstatt gebracht. Die haben erstmal eine elektrische Sicherung gewechselt, welche sich dicht bei der Batterie an einer Leitung befand. Trotzdem schaltete der Wagen nicht in den Gasbetrieb um. Der Chef meinte, das Sicherheitsventil ist defekt und muss nebst einem porösen Schlauch gewechselt werden. Er bestellt also eins und ich bin nach Hause gefahren. Witzigerweise funktionierte die Gasanlage wie immer. Dies teilte ich auch der Werkstatt mit mit der Frage, ob das Sicherheitsventil jetzt überhaupt notwendig ist zu wechseln. Der Chef dort meine ja, denn es könne immer wieder passieren das es klemmt. Also habe ich den Wagen in der darauf folgenden Woche in die Autogaswerkstatt gebracht und die entsprechenden Arbeiten, nebst Filterwechsel wurden ausgeführt. Danach war ich um 366 € ärmer, welche es jetzt wieder zu amortisieren gilt. Und mich beschäftigt die Frage - War es wirklich das Sicherheitsventil? Übrigens der Techniker dieser Werkstatt hat den Wagen bei laufenden Motor im Gasbetrieb mit brennender Zigarette im Mund und den Kopf in der Motorhaube überprüft, dabei kein Wort gesagt und als ich ihn darauf angesprochen habe überhaupt nicht reagiert. Das habe ich bisher in meinem Leben in Deutschland noch nicht erlebt. November 2013: Das Auto fährt im Gasbetrieb normal. Die Motorkontrolllampe geht von Zeit zu Zeit an. Im Gasbetrieb ist der Verbrauch recht hoch. Ansonsten läuft derzeit alles normal. Mal sehen, wie lange noch. Der Winter steht schon vor der Tür. März 2014: Der Termin für den TÜV und die Abgasuntersuchung steht an, verbunden mit einer großen Durchsicht. Der TÜV bemängelt einen porösen Gasschlauch zum Verdampfer und die zu magere Einstellung der Gasanlage (Fehlercode). Aber das ist nicht das Problem, sondern das vor drei Jahren ausgetauschte Rail. Dieses hat eine Nummer, welche im Fahrzeugschein eingetragen ist. Das neue eingebaute Einspritzrail ist nicht von Tartarini und hat eine andere Nummer. Beim letzten TÜV Termin hat das niemand interessiert, jedoch dieses Mal schon. Meine Optionen sind, entweder das neue Rail im Fahrzeugschein ändern zu lassen oder das richtige Rail einzubauen, oder sich eine Bescheinigung zur Gasanlagenprüfung geben zu lassen, dann braucht sich der TÜV diesen Teil nicht mehr anzusehen. Ich bin zu meiner Gaswerkstatt gefahren und die haben das Einspritzrail ausgetauscht. Nun ist wieder eins von Tartarini eingebaut und die Nummer stimmt wieder. Zusätzlich wurde der poröse Schlauch zum Verdampfer gewechselt und der Temperaturfühler ausgetauscht. Kosten: 133 Euro. Neu beim TÜV vorgestellt und diesmal war alles in Ordnung. Die Gasprüfung beim TÜV kostet übrigens immer nochmals extra (ca. 25 Euro). Wenn möglich also schon vorher in der Autogaswerkstatt durchführen lassen und sich die Bescheinigung geben lassen. Oktober 2014: Auf einer Autobahnfahrt leuchtete die Warnanzeige für die Kühlwassertemperatur auf. Der herbeigerufene ADAC hat Kühlwasser nachgefüllt, wusste aber auch sonst nicht so recht was faul ist. In der Werkstatt wurde meine schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Der Verdampfer der Gasanlage ist mal wieder kaputt. Das war ja schon mal und hat eine Menge Geld gekostet. Nun habe ich endgültig die Nase voll und habe die Gasanlage erstmal still legen lassen. Die Reparatur und Stillegung hat auch schon 112 Euro gekostet. Nun fahre ich erstmal ohne Gasanlage, welche statt Einsparung ohnehin nur Kosten produziert.  Derzeit beträgt der Kostenüberhang 1.900 € und das ist noch schön gerechnet! Problem: Die nächste TÜV Untersuchung ist im April 2016. Dafür muß auch die Gasanlage wieder korrekt funktionieren. Zudem steht die Übersprüfung des Gastanks an. Bei 173.000 km stellt sich nun die Frage das Auto nochmals reparieren oder sich ein neues Auto zulegen. November 2015: Nach reiflicher Überlegung habe ich nun den Entschluss gefasst das Autogasauto zu verkaufen. Die Kosten für die Instandsetzung der Gasanlage zum TÜV-Termin im März schienen mir einfach zu hoch. Vor allem hinsichtlich des Alters des Fahrzeuges. Über Ebay-Kleinanzeigen habe ich eine nette deutsch/türkische Familie gefunden, welche den Wagen für ihre Tochter gekauft haben. Auch die Mutter fuhr schon ein Autogasauto und eine Reparatur war auch nicht so das Problem. So hat das Auto am Ende noch ein gutes zu Hause gefunden. Ich selbst habe mir einen Mistsubishi ASX Benziner ohne Gasanlage zugelegt und bin seitdem glücklich und zufrieden. Von Autogasfahrzeugen bin ich für alle Zeit geheilt und wenn ich mir das stark sinkende Interesse am Autogasfahrzeugen ansehen, alle anderen wohl auch. 

Zusammenfassendes Fazit:

Aufgrund meiner gesammelten Erfahrungen kann ich persönlich die Umrüstung auf Autogas nicht empfehlen! Gründe: Die Umrüstung auf Autogas ist recht teuer. Die Systeme der Autos sind sehr genau auf Ottokraftstoff abgestimmt - jede Veränderung birgt Risiken Eventuell sind zum Betrieb zusätzliche Betriebsstoffe wie Flash-Lube notwendig (weitere Kosten) Bei Schäden am Motor in der Garantiezeit des Autos könnte der Autohersteller die kostenlose Behebung mit dem Hinweis auf die Gasanlage verweigern. Um Autogastankstellen zu erreichen müssen oft Umwege gefahren werden, was eventuell Unfallrisiken birgt. Autogasanlagen müssen regelmäßig gewartet werden, was zusätzliche Kosten verursacht. Autogasanlagen können kaputt gehen und Reparaturen sind teuer. Bei kalter Witterung kann der Betrieb der Autogasanlage eingeschränkt sein. Das Auto benötigt weiterhin Benzin, da ein Startvorgang mit Autogas nicht möglich ist. Die Gasanlage erhöht das Risiko eines Feuers bei einem Unfall. Der Tankvorgang an der Gastankstelle kann sich als schwierig gestalten. Mangelhafte Einstellung der Anlage erhöht den Kraftstoffverbrauch und die Unfallgefahr.

Meine Excel Amortisationstabelle zum kostenlosen Download:

 Um die Wirtschaftlichkeit des Betriebs von Autogas kontrollieren zu können, habe ich dafür eine umfangreiche Exceltabelle entworfen. Diese will ich hier gerne allen privaten Nutzern zur Verfügung stellen. Sie können damit kalkulieren, ob die Umrüstung auf Autogas überhaupt sinnvoll ist und wann sich die Umrüstung amortisiert haben wird. Außerdem dient sie zur Überwachung der Verbrauchszahlen. Sie tragen dort immer ein wie viel und für welchen Preis sie getankt haben und wie hoch der alternative Benzinpreis war. Das Programm berechnet daraus die Ersparnis. Diese können Sie dann ihrer Planung gegenüberstellen. Ein paar Zahlen habe ich als ersten Anhaltspunkt aus meiner Kalkulation stehen lassen. Diese können dann durch eigene Zahlen überschrieben werden. Meine Exceltabelle Autogasfree.xls in der Version 1.0 können Sie hier herunter laden. Verlinkungen auf diese Seite sind erlaubt, jedoch keine Direktlinks auf diese Datei. Hier einige Screenshots:

E-Mails mit Erfahrungen von anderen Autogas Fahrern:

Hier ein paar Mails welche mir andere Autogasfahrer geschrieben haben, als sie diesen Beitrag gelesen haben. Bericht von Herrn Oliver Auch vom 06.05.2011 (www.vermessung-oliver-auch.de) Sehr geehrter Herr Kurtz, vielleicht bin ich einer von vielen... aber ich habe ihren interessanten Bericht zu Ihrer Gasanlage gelesen und bin ehrlich gesagt erstaunt darüber, was Sie sich alles gefallen lassen?! Kurz zu meiner Geschichte: 1. Fahrzeug mit Gas war ein VW Touareg zuerst mit Tartarini, die hat nie gut funktioniert also habe ich darauf bestanden, dass ich mein Geld zurück bekomme oder eine Prins anlage verbaut wird... das zweite wurde gemacht... Ergebnis... läuft. jedoch Note befriedigend, denn das Motorlicht hat ca. alle 10000 km aufgeleuchtet und teilweise hat es etwas geruckelt... 2. Fahrzeug Dodge RAM 5,7 l Hemi.... hier habe ich das ganz anders angegangen, denn beim ersten Fahrzeug wurde mir klar, dass nicht jeder Umrüster gut ist, also habe ich nach einem gesucht der das kann... Ergebnis: Note 1,5... der RAM hat nie ein gravierendes Problem mit der Anlage, derzeitige Laufleistung mit Gas 60000 km. Einen Unterschied zwischen Winterbetrieb (-25°) oder Sommerbetrieb, oder das umschalten von Benzin nach Gas und umgekehrt merkt man nicht. Was ich an Ihrer Vorgehensweise nicht verstehe, sorry... warum nehmen Sie in Kauf, dass Ihr Fahrzeug einen Mehrverbrauch von 30% hat, alle mit denen ich gesprochen habe und meine eigenen Erfahrungen, sowie die physikalischen Eigenschaften von Autogas führen zu einem Mehrverbrauch von ca. 20%. Wenn er mehr verbraucht, dann ist die Gasanlage falsch eingestellt, das haben mir mehrere Umrüster gesagt. Das kann zu Folgeprobleme führen... Die Tartarini hat bei meinem Touareg das komplette Steuergerät umprogrammiert, dies hätte früher oder später auch zu massiven Problemen geführt. Mein Fahrzeug wurde damals zu Prins Deutschland gefahren, die haben das Steuergerät komplett neu programmiert, erst dann hat die Prinsanlage gut funktioniert. Ich habe das Gefühl, dass ihre Anlage nicht ordentlich funktioniert, mein Fazit zu Autogas... jederzeit wieder. Die Rechnung wann sich das rentiert habe ich nie gemacht! Ich habe gerechnet mit welchem Fahrzeug kann ich umweltschonend viel Material in entlegene Gebiete fahren, erstaunlicher Weise, ist ein 400 PS starker Dodge RAM umweltfreundlicher als ein 4 Rad getriebener normaler VW-Bus (CO2 lasse ich dabei außen vor, denn ich halte das ganze für eine Lüge vgl. http://klimaforschung.net/cgi-bin/weblog_basic/index.php?page_id=55 und eigene Erfahrungen/Beobachtungen aber das ist ein anderes Thema)... Mit freundlichen Grüßen Oliver Auch   Bericht von Gast vom 9.02.2008 09.02.2008: Meine Prins VSI funktioniert immer noch einwandfrei. Die Verbrauchswerte schwanken zwischen 7,2 und 8,6 Litern Gas auf 100km, was vermutlich an den unterschiedlichen Temperaturen und den unterschiedlichen Drücken an den Gastankstellen liegt. Ich hab das in letzter Zeit mal beobachtet: In Fredersdorf bei AVIA zeigt das Manometer an der Zapfsäule beim Befüllen 15 Bar, in Luckau bei Spreves 12 Bar und in Erkner bei BeLa 11 Bar an. Und Druck und Temperatur beeinflussen ja das Volumen beim Flüssiggas. Aber über die vergangenen 2000km habe ich einen Durchschnitt von 8,1 Liter Gas/ 100 km. Ein Arbeitskollege fährt seit Ende Januar auch mit Gas. Er hatte sich kurz nach mir in der selben Werkstatt in Berlin-Mahlsdorf angemeldet. Er fährt einen Kia Rio und verbraucht ca. 10l Gas/ 100km. Umbaukosten (auch inklusive FlashLube ) ebenfalls 1975 €. Das scheint dort der Standard-Festpreis zu sein. Bericht von Herrn Alexander Schmidt vom 19.01.2008 19.01.2008: Mein Name ist Alexander Schmidt, ich bin aus Woltersdorf bei Erkner und habe zufällig Ihren Erfahrungsbericht gefunden. Sehr interessant, was Sie da schreiben. Zum Glück habe ich bisher nur positive Erfahrungen gemacht. Ich fahre einen Ford Focus 1,6, Baujahr 2002. Im Jahr 2005 habe ich ihn gebraucht gekauft mit ca 40000 km. Anfang Dezember 2007 habe ich ihn bei ca 80.000 km auf Autogas umbauen lassen. Ich habe mir vorher 5 Angebote eingeholt. Die Preise gingen von 2800 bis 1975€. Es wurden mir überall Prins VSI Anlagen angeboten (der Hersteller war mir egal). Und Flash-Lube war überall mit dabei. Das ist wohl bei Ford direkt vorgeschrieben wegen der Ventilsitze. Ich habe nun das billigste Angebot genommen. Eine kleine Werkstatt in Berlin-Mahlsdorf. ( http://www.gaspower69.de/index.html ) Der Verbrauch an Gas liegt bei mir zwischen 8,0 und 8,3 Liter/100km, je nachdem ob ich nur Stadtverkehr/Kurzstrecke oder Autobahn/Landstraße fahre. Mit Benzin hatte ich immer um die 7,2 Liter/100km. Mehrverbrauch mit Gas also nur 10 bis 15%. Aber bei 0,64€ statt 1,40€ kann ich darüber lachen. Die Gasanlage schaltet bei den derzeitigen Temperaturen nach 600 bis 800m automatisch um. Nach kurzen Stops bei warmen Motor praktisch sofort nach dem Starten. Die ersten 2 Tankfüllungen habe ich mit einem 60/40 Gemisch gefahren. Als es aber vor ein paar Wochen nachts bis -10 Grad kalt war, ging die Gasanlage morgens kurz nach dem automatischen Umschalten wieder aus. Kurz angehalten, Motor aus, nach ein paar Sekunden neu gestartet und es lief wieder. Nachdem ich mich im Internet informiert hatte, habe ich jetzt 95/5 Gemisch getankt und das Problem war weg. Es scheint also bei niedrigen Temperaturen wirklich besser zu sein, einen hohen Propananteil zu fahren. Wie sich das auf den Verbrauch auswirkt, kann ich noch nicht sagen. Ich wollte Ihnen das einfach mal mitteilen. Der Erfolg einer Gasanlage scheint also sehr vom jeweiligen Autotyp und der Gasanlage abzuhängen.  
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